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Die Prinz-Heinrich-Bahn

Zur Ehre von Prinzregent Heinrich der Niederlande, der das Projekt unterstützte, erhielt die Gesellschaft den Namen „Prinz-Heinrich-Eisenbahngesellschaft“.

In 2 Abkommen, welche am 14. Dezember 1868 in Luxemburg und am 27. Februar 1769 in Brüssel unterzeichnet wurden, schlossen die Luxemburger Regierung unter Staatsminister Sevais und die „Société des Bassins Houillers du Hainaut“ einen Vertrag über Bau und Vertrieb der Prinz-Heinrich-Eisenbahn.

Dieser Vertrag sah unter anderem den Bau der Strecke entlang der Sauer von Ettelbrück über Echternach nach Wasserbillig vor.

Abb. 1: Karte der Prinz-Heinrich-Bahnen von 1939 (Osten des Landes) mit den Strecken Diekirch-Echternach; Echternach-Wasserbillig; Grundhof-Befort; die Vizinal-Schmalspurbahn Echternach-Luxemburg, von der PH-Gesellschaft betrieben.

Abb. 1: Karte der Prinz-Heinrich-Bahnen von 1939 (Osten des Landes) mit den Strecken Diekirch-Echternach; Echternach-Wasserbillig; Grundhof-Befort; die Vizinal-Schmalspurbahn Echternach-Luxemburg, von der PH-Gesellschaft betrieben.

Schließlich stimmte das Luxemburger Parlament am 11. März 1869 mit 36 gegen 2 Stimmen dem Abkommen zu. Das löste in den vom geplanten Eisenbahnnetz berührten Gebieten wahre Freudenfeste aus.

Aber dann brach der deutsch-französische Krieg von 1870/71 aus, der einen Aufschub der Bauarbeiten zur Folge hatte.

Prinz Heinrich legte die Eröffnung der Strecke Diekrich – Echternach auf den 20. Oktober 1973 fest; die Kosten der Einweihungsfeierlichkeiten in Höhe von 18 000 Franken wollten sich der Staat, die Gemeinde Echternach und die Prinz-Heinrich-Gesellschaft (kurz PH-Gesellschaft) teilen.

Der Eröffnungszug verließ Luxemburg um 11.33 Uhr. In Walferdingen nahe der Residenz der Prinzen Heinrich, war die Abfahrt für 11.58 Uhr vorgesehen. Die Ankunft in Diekirch sollte um 12.48 Uhr erfolgen und die Abfahrt dortselbst um 13.00 Uhr. Auf den Zwischenstationen begrüßten die lokalen Autoritäten den hohen Gast und sprachen die Hoffnung aus, dass durch die Eisenbahn größerer Wohlstand in die Gegend gelangen möge.

Abb. 2: Zwei Züge der Prinz-Heinrich-Bahn im Bahnhof Echternach (Anschlussmöglichkeit an den „Charly“).

Abb. 2: Zwei Züge der Prinz-Heinrich-Bahn im Bahnhof Echternach (Anschlussmöglichkeit an den „Charly“).

Der Streckenteil Diekirch – Echternach war jetzt zwar eingeweiht, doch wurde wegen einer Reihe noch nicht erledigter Arbeiten der planmäßige Betrieb erst am 8. Dezember 1873 aufgenommen. Der offizielle Inspektionszug hatte die Strecke zuvor am 27. November 1873 befahren, und die Abnahme der Sauerbrücke bei Diekirch war erst am 6. Dezember erfolgt.

Die endgültige Lage der Haltestellen Dillingen, Wallendorf und Grundhof sollte Rücksicht auf die geplante Straßenbrücke über die Grenzsauer nehmen.

Abb. 3: Das „Plätterschershäischen“ zischen dem heutigen Hotel André und dem geschlossenen Hotel Brimmeyr-Altringer. Um 1900 stand dieses Häuschen als Bahnhof in Grundhof. Nachdem 1904/05 der neue Bahnhof Grundhof gebaut worden war, kaufte ein gewisser Herr Schmitt (Jaminet und Schmitt hatten am Bollendorfer Bahnhof Steinhauerbetriebe) das kleine Häuschen. Es wurde auf einen Eisenbahnwagen geladen und nach Bollendorfbrück überführt, wo es heute noch zu sehen ist. Abb. 3: Das „Plätterschershäischen“ zischen dem heutigen Hotel André und dem geschlossenen Hotel Brimmeyr-Altringer.
Um 1900 stand dieses Häuschen als Bahnhof in Grundhof. Nachdem 1904/05 der neue Bahnhof Grundhof gebaut worden war, kaufte ein gewisser Herr Schmitt (Jaminet und Schmitt hatten am Bollendorfer Bahnhof Steinhauerbetriebe) das kleine Häuschen. Es wurde auf einen Eisenbahnwagen geladen und nach Bollendorfbrück überführt, wo es heute noch zu sehen ist.

Wegen Schlamperei in der Bauausführung konnte die Strecke Echternach – Wasserbillig erst am 12. Mai 1874 eröffnet werden, und dies ohne irgendwelche Feierlichkeiten.

Die Sauerstrecke diente ausschließlich lokalen Verkehrsbedürfnissen; Transitverkehr war weder im Personen- noch im Güterverkehr zu erwarten.

Die meisten Haltestellen waren anfangs nur provisorisch aus Holz gefertigt; sie wurden erst in späteren Jahren durch steinerne Prunkhäuser ersetzt.

Die Gemeinde Berdorf hatte somit 3 Bahnhöfe auf ihrem Territorium bekommen: Grundhof (nur die Rangiergleise befanden sich auf Berdorfer Bann), Bollendorf und Weilerbach.

Abb. 4: Der Bahnhof Grundhof kurz nach dem Bau, 1904/05

Abb. 4: Der Bahnhof Grundhof kurz nach dem Bau, 1904/05

 

 

 

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